Der Rojen, Die Rojen (EZ), Die Rojen (MZ)

rojen
Die Rojen sind ein Volk der Magier und Weisen. Sie sind nicht viele und oft fließt inzwischen auch Elbenblut in ihren Adern. Die Rojen sind begabte Händler, Magier und Berater. Einige von ihnen beherrschen die Telepathie mit Elben, Rojen und einigen wenigen Menschen. Der König von Talan ist einer der Rojen.
 
 
 
Inhalt dieser Seite:
1. Spezies 7. Verhalten (Familie, Fremde)
2. Aussehen und Kleidung 8. Zusammenleben (fehlt noch)
3. Heimat und Herkunft 9. Kultur (Kunst, Musik)
4. Umweltbedingungen 10. Zeit & Leben (fehlt noch)
11. Umgang mit der Umwelt
(fehlt noch)
6. Glaube (Götter, Rituale) 12. Magie (Magier, Beziehung)
 
 
1. Welcher Spezies gehört das Volk an?
Rojen sind Menschenartige
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2. Wie sieht das Volk aus und wie kleidet es sich?
Rojen sehen im Grunde aus wie Menschen. Sie sind meist zwischen 1,60m bis 1,80m groß. Die Haarfarbe entspricht meistens ihrer magischen Begabung. Ein Rojen mit der Begabung für die Magie des Feuers hat oft rötliche Haare ein in der Magie der Erde begabter eher braune Haare. Die Länge der Haare reicht von besonders kurz bis zu über schulterlang. Die Haut ist entweder in einem sanften Braunton oder hat den Ton der Haut von Mitteleuropäern. Höchstes bekanntes Alter sind 98 Jahre. Stark magiebegabte Rojen werden älter, wie alt verraten sie nicht. Geschätzt wird ihr Höchstalter auf ca. 125. Dadurch beträgt das zu erwartende Durchschnittsalter ungefähr 48 Jahre.
 
Rojen kleiden sich je nach Rang, Sozialumfeld, Beruf, Vermögen und Region unterschiedlich. Ein Magier trägt gelegentlich eine Robe. Dies wird besonders an Akademien zur Unterscheidung der dortigen Ränge und Gildenmitglieder verwendet. Ebenfalls gibt es Magier die einen Magierstab mit sich führen. Andere finden dies zu unpraktisch, manche nutzen stattdessen ein Schmuckstück und wieder andere verzichten ganz auf Magieverstärker (> magische Gegenstände).
 
Stadtbewohner kleiden sich häufig „Fortschrittlicher“ und „Moderner“ als Landbewohner. Dies hängt natürlich auch mit der Arbeit und den vorhandenen Geldmitteln zusammen.
Frauen bevorzugen (häufig auch als Magierinnen) Kleider und Röcke, es ist aber auch durchaus denkbar, dass sie „nur“ eine Hose tragen. Sehr verbreitet ist das Tragen einer engen Stoffhose unter dem Rock. Dies ist nicht nur im Winter sinnvoll, sondern auch bei bestimmten Arbeiten oder beim Reiten.
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3. Wo ist das Volk zuhause, wo kommt es her?
Die Vorfahren der Rojen kamen aus einer anderen Welt. Sie zogen aus um andere Welten zu erkunden und neuen Lebensraum zu finden. Das Land Koras, auf Eslas, war zu dieser Zeit nicht sehr dicht besiedelt und es gefiel ihnen dort so gut, dass sie blieben. Doch immer wieder sollte es zum Streit mit den Menschen kommen. Da Rojen aber von Natur aus sehr friedlich und diplomatisch sind, wollten sie einen Kampf gegen vermeiden. Es fand sich meist eine Lösung und die Koras akzeptierten die neuen Bewohner des Landes. Schließlich lernten sie das Volk der Magier sogar zu schätzen. In gegenseitigem Einvernehmen entstand so eine Form des Zusammenlebens von der beide Parteien profitierten.
Nach und Nach gelangten Rojen auch auf andere Kontinente Biokas. Es waren ihrer nicht sehr viele und mit den Jahren nahm der Anteil des Rojen-Erbes ab. Es gibt heute einige Völker, unter dessen Vorfahren einst Rojen waren. Bei manchen ist dies bekannt, bei anderen längst vergessen.
Auf Eslas kam es auch später zu starken Zwisten zwischen Menschen und Rojen. Viele Rojen wollten keinen Krieg und baten die Bewohner von Talan um Aufnahme. Die dort lebenden Elben nahmen die freundlichen Rojen auf. Doch auch als wieder Frieden herrschte blieben die Rojen im Land. So wohnen die Eslas-Rojen nun hauptsächlich in Koras und Talan. In den anderen Ländern sind sie weniger vertreten.
 
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4. Was für Umweltbedingungen ist das Volk ausgesetzt?
Rojen leben nicht auf eine Region beschränkt, weswegen die Umweltbedingungen sich teilweise stark unterscheiden.
 
Koras
In Koras trafen die Rojen auf ein eher trockenes und warmes Klima. Doch neben Wüste und Steppe gibt es auch in Koras ein Küstengebiet und Berge mit Wäldern. (> Koras, Land) Die meisten Menschen (> Koras, Volk) lebten an der Küste und an den niederen Hängen der Berge, wo die Weiden ihren Tieren Nahrung boten. Also beschränkten sich die Rojen vorerst auf kaum besiedelte Gebiete, wie die Wüste, die Steppe und die höheren Bergflächen. Die Bedingungen in diesen Gebieten sind hart und nicht sehr Lebensfreundlich.
 
Talan
Das Klima Talans ist gemäßigt zu nennen, die Temperaturen halten sich im mittleren Bereich, die Niederschläge sind relativ regelmäßig und nicht zu stark. (> Talan) Als die Rojen Talan erreichten lebte dort nur das Volk der Elben (> Elben). Die großen, befestigten Städte, die es heute in Talan gibt, wurden von den Rojen und Menschen erbaut. Siedlungen der Rojen fanden sich bald in ganz Talan, vor allem aber in den flacheren, offenen Gebieten. Dazu zählen die „Weite Ebene“, die Hügellande unterhalb des Steilgebirges und Innertalan. Den Elben blieben nur die Wälder und die Täler des Gebirges. Die Bedingungen in diesen Gebieten sind als angenehm zu bezeichnen und weisen selten Wetterextreme auf.
 
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5. Wie sieht der Alltag des Volkes aus?
Der Alltag hängt wie bei allen Völkern stark von Wohnbedingungen, Umwelt, Beruf und familiären Gegebenheiten ab. Der Tag eines Städters verläuft vielmals anders als der eines Dorfbewohners oder Bauers.

5a) Wie wohnt das Volk?
Koras
Die Bauweise wurde an die Bedingungen in Koras angepasst. Daher gibt es fast nur Gebäude aus Ziegel oder Stein.
 
Gebäude in Koras (Stadt)
In der Hauptstadt Koras gibt es heute noch Bauwerke der Gründungszeit. Sie zeugen noch am ehesten vom fremdartigen Baustil, welchen die Rojen aus ihrer Heimat mit brachten. Er musste jedoch im Material angepasst werden. In Koras ist nicht genügend Holz als Baumaterial verfügbar. Rojen mögen Türme, Erker und Verzierungen. Die Fenster dieser Häuser waren schmal und hoch. Einige sind mit buntem Glas, andere weisen erstaunlich große Einzelscheiben auf. Viele Häuser der Stadt verfügen über zwei bis drei Stockwerke. Auffällig ist auch die ausschließliche Ziegeldeckung.
Oft finden sich Friese, figurale Ornamente und Zierumrandungen an Fenstern und Türen. Ansonsten herrscht eine hohe Geometrie vor. Im Gegensatz zu Häusern in Solan (Hauptstadt Talans) gibt es keine Vorkragungen. Häufig sind die oberen Stockwerke verputzt, das Erdgeschoss ist gelegentlich auch ohne Verputz. Manche Gebäude verfügen über einen sichtbaren, deutlich abgehobenen Sockel.
In den ländlichen Regionen sind kaum Gebäude im Stile der Rojen zu finden. Hier wird fast ausschließlich der völlig an die Bedingungen angepasste Stil der Koras verwendet. Es handelt sich dabei meist um flache Bauten aus Stein. (> Koras, Volk)
 
Talan
Die Rojen Talans übernahmen die regionalen Bauweisen und vorhandene Gebäude wurden nur bedingt umgebaut. Von der ursprünglichen Gebäudemerkmalen, der Rojen blieb kaum etwas erhalten. Es wird eine einfache, eher schmucklose Architektur bevorzugt. Selten kommen die üblichen Türme und Erker zum Einsatz. Häufiger sind hingegen kleine Gärten vor oder hinter den Häusern. (> Talan)
 
5b) Wie sieht ein gewöhnlicher Tagesablauf aus?
Städter
In der Stadt beginnt der Tag für manche erst ein paar Stunden nach dem Sonnenaufgang. Nach einem Frühstück beginnt der Arbeitstag. Je nach Beruf wird eine bestimmte Anzahl an Stunden gearbeitet oder bis zur Dämmerung. Selbständige Handwerker, Händler usw. arbeiten meist den ganzen Tag. Angestellte haben öfter eine geregelte Arbeitszeit und eine feste Mittagspause. Ausgenommen von den Arbeitstagen sind Rotin und besondere Feier-/ Festtage. (> Zeitrechnung)
 
Landbewohner
Für die meisten Dörfler oder Bauern beginnt der Tag mit dem Sonnenaufgang. Nachdem die Tiere versorgt (gefüttert, gemolken usw.) sind gibt es ein kräftiges Frühstück. Danach stehen Haus-, Hof- und Feldarbeiten an. In den Dörfern gibt es einige spezielle Berufe, wie Schmied, Schneider, Fleischer u.ä. die als einzige keiner der üblichen Arbeiten nachgehen. Selbst der Bürgermeister oder Ortsvorsteher hat noch einen anderen, eigentlichen Beruf. Der Tag endet für gewöhnlich erst wenn es dunkelt. Nur die nötigsten Arbeiten werden an besonderen Feier-/ Festtagen durchgeführt.    (> Zeitrechnung)

5c) Welche Ausstattung hat das Volk?
Städter
Üblicherweise hat jeder Haushalt in den Städten der Rojen eine Küche mit Herd, in welcher häufig eine Nische als Bad hergerichtet ist. Größere Wohnungen verfügen gelegentlich über ein eigenes Bad. In der Küche gibt es stets einen Esstisch und wenn nicht als separaten Raum vorhanden enthält sie auch einen Vorratsschrank. Wenn das Haus über keinen gesonderten Eingangsbereich/ Flur verfügt führt die Haustüre direkt in die Küche, welche der Hauptraum der ganzen Wohnung ist. Daneben gibt es mindestens noch einen Schlafraum, der teilweise auch als Arbeitszimmer dient. Neben der Wohnungstür befindet sich oft ein kleines Gedenkbild oder ein kleines Regal mit den drei Gaben an Ro. (> Ro und Orduor)
Die Arbeitsräume befinden sich meist außerhalb der Wohnungen in eigenen Räumen oder größeren Geschäftsgebäuden.
 
Landbewohner
Bei ärmeren Landbewohnern verfügt das Haus nur über einen einzigen Raum, der für alle täglichen Angelegenheiten genutzt wird. Er hat dann eine einfache Feuerstelle verfügt über einen Tisch, ein Bett und ähnliche Einrichtung.
Häufig jedoch findet sich eine ganz ähnliche Ausstattung wie bei einfachen Stadtwohnungen. Man gelangt durch die Haustüre in die Wohnküche und mindestens ein Schlafzimmer grenzt daran an. Häufiger als in den Städten findet man handwerkliches Gerät und Arbeitsräume, welche einen eigenen Eingang neben der Wohnungstür haben. Viele Familien haben einen Webrahmen, um ihre eigenen Stoffe herzustellen, oder ähnliches Gerät.

5d) Welche täglichen Rituale gibt es?
Gläubige Rojen beten mindestens einmal am Tag zu Ro. Sehr gebräuchlich sind zwei Gebete, eines am Morgen, in welchem man Ro um einen guten Tag bittet und ein weiteres am Abend, in welchem man sich für den Tag bedankt. (> Ro und Orduor)
Ebenfalls häufig findet man gemeinsame Mahlzeiten, Eltern, die ihren Kindern eine Gutenachtgeschichte erzählen und ähnliches. (> Sagen & Legenden)
 
5e) Wie sieht die Nahrung aus?
Die Nahrung der meisten Rojen ist ausgewogen und besteht neben Fleisch und verschiedenen Getreideprodukten auch aus Gemüse, Obst und regionalen Erzeugnissen.

5f) Wer ist für die Nahrungsbeschaffung/ Zubereitung zuständig?
Wer für die Nahrungsbeschaffung zuständig ist, kann sehr unterschiedlich sein. In den Städten kommt es darauf an, ob alle Familienmitglieder berufstätig sind. Wenn dies nicht der Fall ist, was bei größeren Familien häufiger vorkommt, ist das Familienmitglied, welches die Hausarbeiten übernimmt gemeinsam mit den Kindern für Nahrungsbeschaffung und Zubereitung zuständig.
Bei den Dorfbewohnern mit festen Berufen gilt das selbe wie für die Stadtbewohner. Bei Bauernfamilien sind häufig Großeltern, welche nicht mehr auf dem Feld arbeiten können für die Zubereitung der Mahlzeiten zuständig.

5g) Welche Sprache spricht das Volk?
Rojen sprechen neben dem weit verbreiteten Algema die in ihrer Region gebräuchliche Sprache. Im Lande Koras ist dies Koras und in Talan häufig Mek-Kardesches. Die alte Rojensprache, Ohasa wird nur noch als Gelehrtensprache verwendet. (> Ohasa)

5h) Welche Gesten verwendet das Volk?
Bei einer höflichen Begrüßung verneigen sich Rojen vor ihrem Gegenüber. Dabei legen sie ihre rechte Hand auf die Vorderseite ihrer rechten Schulter. Oft wird diese Verbeugung jedoch nur angedeutet. Personen die sich sehr gut kennen, umarmen sich oder berühren sich an den Armen. Ist der zu Begrüßende ein weiter entfernt hebt man den Arm und bewegt ihn langsam seitwärts und wieder zurück (eine Art langsames winken).
Bei Händlern kann man das Tippen mit dem linken Zeigefinger gegen die Nase beobachten. Diese Geste verdeutlicht dem Gegenüber, dass man Handelsbereitschaft zeigt.
Greift ein Kunde an sein Kinn, signalisiert er Interesse an einer Wahre und fordert den Händler/ Verkäufer damit auf sich ihm zu nähern.
 
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6. Was Glaubt das Volk?
6a) An welche Götter/ welchen Gott glaubt das Volk?
Ro, Das Große Ganze, dass kein Geschlecht besitzt und eher Energie als Gott in fester Gestalt ist, wird als einziger Gott angesehen. Sicher ist es Rojen nicht verboten auch an andere Götter zu glauben und einige tun das auch. Doch vorherrschend ist der Glaube an Ro. Mit Ro unweigerlich verbunden ist auch der Glaube an Orduor, doch ist dieser nicht so ausgeprägt. Demnach gibt es in Gebieten in welchen Rojen leben auch vornehmlich Heiligtümer des Ro. (> Ro und Orduor)
 

6b) Welche Zeremonien/ Feste werden für den Glauben durchgeführt?
 

6c) Welche Vorurteile gegenüber anderen hat das Volk?
Rojen haben nur wenige Vorurteile, da sie sehr aufgeschlossen gegenüber anderen Völkern sind. Dennoch gibt es einige spekulative Meinungen, die sich hartnäckig halten.
Die Magier unter den Rojen beneiden Elben und Elfen um ihre Magiebegabung, da sie angeblich kaum dafür lernen müssen. [Die Wahrheit ist, dass auch Elfenartige ihre Magie erst erlernen müssen. Es fällt ihnen jedoch leichter, da sie ein besseres Gespür für Magie haben. Da Elfenartige meist älter werden als Rojen, erscheint es so als würden sie sehr viel schneller lernen.]
 
Menschen werden für wankelmütig und sehr temperamentvoll gehalten. Selbst nachdem die Rojen mit den Menschen zusammenleben, hält sich die Meinung, dass Menschen einfach nicht so bedacht sind wie Rojen. [In Wahrheit gibt es auch sehr wankelmütige und temperamentvolle Rojen, worunter besonders Magier des Feuers fallen. (Achtung! Auch dahinter verbirgt sich ein Vorurteil von Nichtmagiern gegenüber Magiern! Nicht alle Feuermagier sind gleich temperamentvoll!)]

6d) Was glauben andere über das Volk?
Das Volk der Koras, welches die Rojen am längsten und dadurch wohl am besten kennen, halten die Rojen für gute Diplomaten und Händler. Sie leben ganz gerne mit den Magiern zusammen und wissen deren Gaben zu schätzen.
Die Talaner sind unterschiedlicher Meinung über die Rojen. Einige denken ganz wie die Koras, andere finden Rojen besserwisserisch und angeberisch.

6e) Woher kommen Vorurteile über das Volk?
Viele Vorurteile gegenüber Rojen gründen auf einzelnen Geschehnissen/ Vorkommnissen mit Rojen. Andere stammen noch aus der Zeit, als viele magische Unfälle passierten, weil die Rojen wie gewohnt ihre Magie einsetzten. Sicher sind einige Rojen mit schuld an Vorurteilen und viele davon halten sich weiterhin hartnäckig. Manche halten alle Magier für äußerst gefährlich und unkontrollierbar.
Feuermagier gelten alle als unberechenbar und aufbrausend. Magier des Windes als flatterhaft und unstet. Erdmagier als vertrocknet und unflexibel. Magier des Lichtes als eingebildet und besserwisserisch. Wassermagier lassen angeblich alles vor sich hin „plätschern“ und können sich schwer entscheiden, andererseits können sie ihren Weg nicht verlassen. Schattenmagier gelten natürlich als kriminell und heimtückisch.
 
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7. Wie verhält sich das Volk?
7a) Wie verhalten sich Mann und Frau zueinander?
Männer und Frauen dürfen je einen Beruf ergreifen, der zu ihnen passt und den sie gerne ausüben. Es ist nicht verpflichtend, einen Beruf zu ergreifen, bei Ehepartnern ist es häufiger der Fall, dass nur ein Ehepartner einen Beruf ausübt. Anders ist es bei gemeinsam geführten Unternehmen, oder bei Gehöften mit Landwirtschaft, bei welchen die ganze Familie zusammen arbeitet.
In der Regel entscheiden Mann und Frau gemeinsam, wer arbeitet, wer die Kinder versorgt, wer Kocht usw. Der Mann/ die Frau darf den Partner nicht zu einer Arbeit zwingen oder ihm befehlen. Jeder der beiden darf eigenes Vermögen besitzen, ebenso ist gemeinsames Vermögen möglich. Bei einer Vermählung bzw. dem zulegen eines Gegenstandes, Hauses, Hofes usw. wird festgelegt, wer ihn bezahlt und wem er dann gehört. Bei einer Trennung der beiden bleibt der Besitz des jeweiligen Partners sein eigener, gemeinsamer Besitz wird aufgeteilt (je 50%, wenn nicht anders festgehalten).

7b) Wie ist der Umgang in der Familie?
Der Umgang innerhalb der Familie unterscheidet sich nicht wesentlich jenem der Menschen. Es wird viel besprochen und verschiedene Tätigkeiten an alle Mitglieder verteilt. Berufstätige Personen bekommen nur kleine/ wenige Aufgaben, da sie kaum noch Zeit erübrigen können. Bei gemeinsam geführten Unternehmen, oder Landwirtschaft, werden meist alle mit einbezogen. In diesem Fall arbeiten auch Kinder schon während ihres Schulbesuches mit und haben feste Aufgaben.
Etwaige Bestrafungen fallen sehr unterschiedlich aus und bestehen bei ländlichen Familien oft aus der Übernahme zusätzlicher Arbeiten.

7c) Wer gehört zur Familie?
Zur Familie gehören für die Rojen in jedem Fall Großeltern, Eltern und Kinder. Wenn Urgroßeltern noch leben, zählen diese auch dazu. Gelegentlich werden auch andere Verwandte als Familienmitglieder betrachtet, wenn sie sich an der Erziehung der Kinder oder der Pflege eines Familienmitgliedes beteiligen.
Häufig übernimmt das älteste Kind das Haus der Familie und wohnt dort dann mit der ganzen Familie. Entschließt sich ein älteres Geschwister jedoch dazu das Elternhaus zu verlassen, übernimmt ein jüngeres Kind diese Aufgabe. In seltenen Fällen bleiben die Elten allein und werden nur gelegentlich von den erwachsenen Kindern besucht. Trifft dies zu, sind die Kinder jedoch verpflichtet im Notfall die Versorgung ihrer Eltern gemeinsam zu finanzieren.

7d) Wie reagiert das Volk auf Fremde(s)?
Auf Fremde reagiert man für gewöhnlich mit einer Mischung aus Misstrauen und Neugierde.

7e) Was tut das Volk im Kriegsfall?
Rojen reagieren auf Kämpfe und Kriege mit Unverständnis. Zwar legte sich das mit der Zeit etwas, doch hält sich diese Einstellung bis heute. Sie verstehen nicht, warum sich die Völker bekriegen. Bei den Rojen gilt der Grundsatz der Diplomatie, worunter sie verstehen über Konflikte zu sprechen. Dabei kommt häufiger ein Diplomat zum Einsatz, welcher sich beide Parteien anhört und zwischen ihnen vermittelt. Tatsächlich lässt sich so meist eine Einigung erzielen. Krieg wird also weitgehend vermieden.
Kommt es dennoch einmal zu einem Kampf, greifen nicht nur Männer, sondern auch so manche Frauen zu den Waffen. Denn neben dem Mittel der Verteidigung wird die Waffenkunst als Weg betrachtet den eigenen Körper zu trainieren und kennen zu lernen.
 
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9. Welche Kulturellen Einrichtungen/ Veranstaltungen gibt es?
9a) Welchen Berufen geht das Volk vor allem nach?
9b) Was tun Volksangehörige in ihrer Freizeit?

9c) Wie läuft eine Ausbildung ab?
Eigentlich jeder Rojen erhält eine Grundausbildung in Sachen Magie. Dazu besucht er einfach eine örtliche Rojenschule und wird zusätzlich von den Eltern unterwiesen. Begabtere Rojen besuchen, sofern sie es wünschen, eine höhere Schule oder die Akademie. Dort können sie sich dann auf verschiedenste Bereiche spezialisieren.

9d) Welchen Stand hat die Bildung?
9e) Welche Kulturellen Einrichtungen gibt es?
9f) Welche Feste werden gefeiert?
 
9g) Wie sehen Kunst, Musik und Erzählungen aus?
Die Rojen brachten ihre Künste mit nach Eslas. Vor allen anderen sei hier die Musik genannt. Sie hatten ein besonderes Instrument bei sich, die Ihmala-Cister. Auch heute noch ist dieses Saiteninstrument sehr beliebt. Jedoch werden nur Rojen darin unterrichtet. Es ist eines der wenigen Dinge, die nicht mit den Menschen geteilt werden. Außerdem ist es recht schwer, mit den neun Saiten zurecht zu kommen. Jedenfalls wenn man die Spielweise der Rojen verwenden möchte. Sie lassen ihre Finger mit hoher Geschwindigkeit über die Saiten wandern. Der lange Hals des Instruments erleichtert es Ungeübten nicht gerade eine Melodie zu erzeugen. Dazu wird meist von einem weiteren Musikanten eine Ruisa gespielt. Eine Ruisa hat nur vier Saiten in tiefen Tonlagen und wird sehr langsam gespielt. Zur Ruisa werden auch oft erzählende Lieder vorgetragen. Andere Instrumente wurden von den Koras übernommen und an die Spielweise der Rojen angepasst.
Oft finden sich darin zwei oder gar mehr Klangschichten (Stimmen). Meist eine tiefere, ruhige und eine höhere, „getragene“ oder „springende“ Stimme.
Des weiteren hat sich eine auf Magie begründete Musik gebildet. In der ursprünglichen Heimat der Rojen war diese sogar weit verbreitet. Doch nach dem (angeblichen) Unglück das dort geschah, erlauben die Rojen ihre Magie nur noch begrenzt. Dazu kommt noch, dass auf Bioka die Magie etwas andere Eigenschaften hat. Inwieweit dieser Unterschied die Magier beeinträchtigt, ist nicht bekannt, zumal die Rojen nun schon sehr lange auf Bioka leben und kaum Zeugnisse der Anfangszeit existieren.
Es hielten sich noch einige weitere kulturelle Elemente, die sie aus ihrer Herkunftswelt mit brachten. Dazu gehörten einige alte Sagen und Erzählungen.
 
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12. Wie verhält man sich zur Magie?
Fast alle Rojen haben eine (gewisse) Begabung für die Anwendung von Magie. Diese ist jedoch sehr unterschiedlich ausgeprägt. Manche besitzen lediglich die Wahrnehmung derselben, andere nur sehr eingeschränkte Verwendung. Andere beherrschen die Magie eines Elementes (Erde, Natur, Wasser,... siehe Magie) in höherem oder hohem Maße. Einige sind in gewissem Maße dazu in der Lage Element-übergreifend zu Handeln (Magie zu wirken/ einzusetzen). 
 
Einige ,wenige, Rojen besitzen die Gabe, Magie, welche durch einen Magier gebündelt wird, als Lichtschimmer zu sehen. Diese Gabe erleichtert ihnen die Anwendung von Magie. Sie ist für sie leichter verständlich und Wahrnehmbar. Was andere mühsam erlernen, beherrschen sie von Geburt an.
 
Anders als Elfen und Elben fällt es Rojen schwer ihre Magie gemeinsam zu nutzen und zu bündeln. Vermutlich liegt dies daran, dass sie stärker auf ihr Element geprägt sind, was Magie anbelangt.
 

12a) Wie ist das Verhältnis zur Magie allgemein?
Für Rojen ist Magie etwas alltägliches und normales. Rojen nutzen ihre Magie, wie Menschen ihre Werkzeuge. Sie ist ein Teil ihres Lebens, bei einigen sehr stark, bei anderen weniger stark ausgeprägt. In ihrer ehemaligen Heimat nutzten sie immer und überall Magie. Magie bildete eine der Lebensgrundlagen.
 
Auf Bioka war es nötig, dass sie sich um gewöhnten. Magie wurde nur noch für Dinge verwendet, die ohne sie schwer, oder gar nicht zu bewältigen waren. Auch heute noch gilt dieser bewährte Grundsatz. Sie führt dazu, dass in einem Fall in dem Magie dringend von Nöten ist genügend verfügbar ist.
 
12b) Wie betrachtet man Magier?
Dadurch, dass eigentlich alle Rojen Magier sind, betrachtet man Magier als etwas alltägliches. Es ist also nichts besonderes ein Magier zu sein. Eher ist es umgekehrt und es ist etwas seltenes als Rojen keine magische Begabung zu haben. Doch betrachtet man Nichtmagier, die Rojen sind mit leiser Verachtung.
 
12c) Was glaubt man im Bezug auf Magie?
Der Glaube im Bezug auf Magie ist lange nicht mehr einheitlich. Einige glauben daran, dass Magie von Ro geplant war und die Rojen seine bevorzugte Rasse sind. Andere glauben eher daran, dass Magie eine Gabe wie jede andere ist und die einen eben eine Begabung im Schmieden, die anderen in Magie haben. Jene Rojen, die an andere Götter glauben, betrachten Magie teilweise als Geschenk derselben.
 
12d) Ist Magie wichtig und wie groß ist deren Beachtung?
Magie ist für die Rojen sehr wichtig, macht sie doch einen Großteil ihres Alltages aus. Bei Rojen dreht sich sehr viel um Magie, obwohl sie eigentlich nichts besonderes ist. Die Magier sind sehr stolz auf ihre Gabe und setzen sie meist zum Wohle ihrer Umgebung ein. Von anderen wird verlangt, dass sie der Magie Beachtung schenken und die Magier respektieren. Die Rojen selbst wenden sie eher gedankenlos an, auch wenn sie auf Bioka eingeschränkter ist als sie es auf der Welt der Rojen war.
 
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